Allgemeine Geschäftsbedingungen (AGB)

Mister Mory – Fotoboxen, KI-Fotoboxen und Eventdienstleistungen
Stand: 11. Oktober 2026

Anbieter:
Mister Mory – Jan Bornemann
Wedekindstraße 33
30161 Hannover
E-Mail: hallo@mister-mory.de
Telefon: 0511 9999 3419

§ 1 Geltungsbereich und Vertragsschluss

(1) Diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen gelten für Verträge über die Vermietung und Bereitstellung von Fotoboxen, KI-Fotoboxen und damit zusammenhängenden Dienstleistungen durch Mister Mory (nachfolgend „Anbieter“) gegenüber Verbrauchern und Unternehmern (nachfolgend „Kunden“).

(2) Verbraucher sind natürliche Personen, die ein Rechtsgeschäft überwiegend zu privaten Zwecken abschließen. Unternehmer sind natürliche oder juristische Personen oder rechtsfähige Personengesellschaften, die bei Vertragsschluss in Ausübung ihrer gewerblichen oder selbstständigen beruflichen Tätigkeit handeln.

(3) Der konkrete Leistungsumfang ergibt sich aus dem individuellen Angebot und der Auftragsbestätigung. Individuelle Vereinbarungen haben Vorrang vor diesen AGB.

(4) Angebote sind freibleibend, sofern sie nicht ausdrücklich als verbindlich bezeichnet werden. Ein Vertrag kommt durch Annahme eines verbindlichen Angebots oder durch Bestätigung der Bestellung durch den Anbieter zustande.

(5) Abweichende Geschäftsbedingungen von Unternehmern gelten nur, soweit ihnen ausdrücklich zugestimmt wurde.

(6) Gesetzliche Verbraucherrechte bleiben unberührt.

§ 2 Leistungsumfang

(1) Der Anbieter stellt je nach Vereinbarung klassische Fotoboxen, KI-Fotoboxen und ergänzende Dienstleistungen bereit. Hierzu können Anlieferung, Aufbau, Inbetriebnahme, Betreuung, Abbau, Fotodruck, digitale Bildbereitstellung, individuelle Fotodesigns, Branding, KI-Bildgenerierung und Leadgenerierung gehören.

(2) Art, Anzahl und Umfang der vereinbarten Leistungen ergeben sich aus dem individuellen Angebot. Eine bestimmte Anzahl an Ausdrucken, KI-Generierungen oder sonstigen Zusatzleistungen ist nur geschuldet, wenn sie vereinbart wurde.

(3) Wird eine Onlinegalerie vereinbart, werden die Bilder für 24 Monate ab Bereitstellung zum Abruf bereitgehalten. Die Galerie ist über einen individuellen Link und ein Passwort zugänglich.

(4) Nach Ablauf dieser Frist dürfen die Bilder aus der Galerie gelöscht werden. Eine frühere Löschung kann insbesondere aufgrund gesetzlicher Datenschutzrechte erfolgen. Individuell können kürzere Bereitstellungsfristen vereinbart werden.

(5) Der Kunde ist dafür verantwortlich, ihm bereitgestellte Bilddateien innerhalb der vereinbarten Bereitstellungsfrist herunterzuladen und selbst zu sichern.

(6) Eine über die vereinbarten Zeiträume hinausgehende dauerhafte Archivierung ist nicht geschuldet.

(7) Die gesetzlichen Rechte bei Mängeln bleiben unberührt.

§ 3 Besonderheiten KI-gestützter Fotoboxen

(1) Bei KI-Fotoboxen werden aufgenommene Fotografien mithilfe künstlicher Intelligenz verändert oder in neue Bildkompositionen übertragen. Hierzu können externe KI-Dienstleister eingesetzt werden.

(2) Die KI-Bildverarbeitung kann insbesondere Veränderungen von Kleidung, Umgebung, Bildstil, Körperdarstellung, Licht und weiteren Bildbestandteilen umfassen.

(3) KI-generierte Ergebnisse können technische und gestalterische Abweichungen enthalten. Insbesondere können Gesichtsmerkmale, Körperproportionen, Kleidung, Gegenstände, Texte und Logos gegenüber dem Ausgangsfoto verändert oder fehlerhaft dargestellt werden.

(4) Sofern nicht individuell vereinbart, wird kein pixelgenaues, vollständig realistisches oder mit einer Bildvorlage vollständig übereinstimmendes Ergebnis geschuldet. Vereinbarte Eigenschaften und gesetzliche Mängelrechte bleiben unberührt.

(5) Einzelne Bildanfragen können aufgrund technischer Einschränkungen oder Sicherheitsmechanismen der KI-Systeme zurückgewiesen werden.

(6) Die zur Bildgenerierung erforderlichen Daten können an externe technische Dienstleister übermittelt werden. Einzelheiten regeln die jeweils einschlägigen Datenschutzinformationen.

(7) Die generierten Darstellungen sind nicht notwendigerweise wirklichkeitsgetreu und dürfen nicht ohne entsprechende Prüfung als authentischer Nachweis tatsächlicher Ereignisse verwendet werden.

§ 4 Anforderungen an den Veranstaltungsort und Mitwirkung des Kunden

(1) Der Kunde stellt eine geeignete, ebene und ausreichend große Aufstellfläche von mindestens 2 × 2 Metern sowie eine funktionsfähige Stromversorgung zur Verfügung.

(2) Der Kunde sorgt für einen sicheren, witterungsgeschützten Betrieb und ermöglicht den Zugang zum vereinbarten Auf- und Abbauzeitpunkt.

(3) Sofern eine Internetverbindung für die vereinbarte Leistung erforderlich ist, regelt das Angebot, ob diese durch den Anbieter oder den Kunden bereitgestellt wird.

(4) Funktionsstörungen oder Beschädigungen sind dem Anbieter unverzüglich mitzuteilen.

(5) Die Geräte dürfen ohne Zustimmung des Anbieters nicht geöffnet, verändert oder an einen anderen Standort versetzt werden.

§ 5 Mietdauer, Aufbau und Abbau

(1) Die Mietdauer ergibt sich aus dem Angebot. Auf- und Abbauzeiten können gesondert vereinbart werden.

(2) Sofern nichts anderes vereinbart wurde, beträgt die maximale zusammenhängende Bereitstellungsdauer 24 Stunden.

(3) Verzögert sich die vereinbarte Rückgabe oder Abholung aus Gründen, die der Kunde zu vertreten hat, kann der Anbieter daraus entstehende Ansprüche nach den gesetzlichen Vorschriften geltend machen.

(4) Zusätzlich vereinbarte Nutzungsstunden werden entsprechend dem Angebot berechnet.

§ 6 Preise und Zahlungsbedingungen

(1) Es gelten die vereinbarten Preise. Gegenüber Verbrauchern werden Gesamtpreise einschließlich der gesetzlichen Umsatzsteuer angegeben. Gegenüber Unternehmern können Nettopreise zuzüglich Umsatzsteuer ausgewiesen werden, sofern dies eindeutig gekennzeichnet ist.

(2) Nach Vertragsschluss wird eine Anzahlung in Höhe von 50 Prozent des vereinbarten Gesamtpreises fällig, sofern nichts anderes vereinbart wurde.

(3) Der verbleibende Betrag ist innerhalb von 14 Tagen nach Veranstaltungsende und Zugang einer ordnungsgemäßen Rechnung zu zahlen, sofern nichts anderes vereinbart wurde.

(4) Bei Zahlungsverzug gelten die gesetzlichen Bestimmungen.

(5) Individuelle Zusatzleistungen, Sonderdesigns und Brandingmaßnahmen werden entsprechend dem Angebot berechnet.

§ 7 Stornierung und Kündigung

(1) Privatkunden (Verbraucher)

Für Privatkunden bietet der Anbieter die folgende zusätzliche vertragliche Stornierungsmöglichkeit an:

  • Bis einschließlich 28 Tage vor Veranstaltungsbeginn: kostenfreie Stornierung.
  • 27 bis 14 Tage vor Veranstaltungsbeginn: 30 Prozent der vereinbarten Gesamtvergütung.
  • 13 bis 7 Tage vor Veranstaltungsbeginn: 50 Prozent der vereinbarten Gesamtvergütung.
  • Ab 6 Tagen vor Veranstaltungsbeginn: 100 Prozent der vereinbarten Gesamtvergütung.

Dem Kunden bleibt ausdrücklich der Nachweis gestattet, dass dem Anbieter kein oder ein wesentlich geringerer Schaden beziehungsweise Vergütungsausfall entstanden ist. Ersparte Aufwendungen und anrechenbare anderweitige Erwerbsmöglichkeiten werden nach Maßgabe der gesetzlichen Vorschriften berücksichtigt.

Bereits gezahlte Beträge werden mit berechtigten Ansprüchen verrechnet. Ein verbleibendes Guthaben wird erstattet.

(2) Geschäftskunden (Unternehmer)

Für Unternehmer besteht kein zusätzliches vertragliches Recht zur kostenfreien oder kostenpflichtigen Stornierung eines verbindlich abgeschlossenen Auftrags.

Eine einvernehmliche Vertragsaufhebung ist nach individueller Vereinbarung möglich. Ein Anspruch hierauf besteht nicht.

Gesetzliche Kündigungs-, Rücktritts- und sonstige Beendigungsrechte bleiben unberührt. Die finanziellen Folgen einer gesetzlich zulässigen Vertragsbeendigung richten sich nach den anwendbaren gesetzlichen Vorschriften und wirksamen individuellen Vereinbarungen.

(3) Allgemeine Bestimmungen

Zwingende gesetzliche Widerrufsrechte von Verbrauchern sowie gesetzliche Kündigungs- und Rücktrittsrechte bleiben von den vorstehenden Regelungen unberührt.

§ 8 Nutzungsrechte an Fotografien und KI-generierten Bildern

(1) Soweit dem Anbieter übertragbare Nutzungsrechte an den im Rahmen des Auftrags erstellten Bildern zustehen, erhält der Kunde nach vollständiger Bezahlung ein einfaches, zeitlich und räumlich unbeschränktes Nutzungsrecht zur vertragsgemäßen Nutzung.

(2) Die Nutzung für private Zwecke, insbesondere Speicherung, Ausdruck und private Weitergabe, ist im Rahmen der eingeräumten Rechte gestattet.

(3) Eine darüber hinausgehende kommerzielle oder werbliche Nutzung, insbesondere im Rahmen von Werbekampagnen, Unternehmensmarketing oder entgeltlicher Verwertung, ist gestattet, soweit dies im individuellen Angebot oder in einer gesonderten Vereinbarung ausdrücklich vorgesehen ist.

(4) Die Rechte abgebildeter Personen, Markenrechte und sonstige Rechte Dritter sind unabhängig von diesen Nutzungsrechten zu beachten. Die vertragliche Einräumung von Nutzungsrechten an Bildern ersetzt keine erforderlichen Einwilligungen oder sonstigen Rechtsgrundlagen für die werbliche Verwendung erkennbarer Personen.

(5) Bei KI-generierten Bildern kann ein urheberrechtlicher Schutz fehlen oder eingeschränkt sein. Der Anbieter garantiert weder die Entstehung ausschließlicher Urheberrechte an allen KI-Ergebnissen noch deren Einzigartigkeit.

(6) Die Nutzung erfolgt unter Beachtung einschlägiger gesetzlicher Bestimmungen und gegebenenfalls anwendbarer Lizenzbedingungen der eingesetzten KI-Systeme.

(7) Vom Kunden bereitgestellte Logos, Marken und Bildvorlagen bleiben im rechtlichen Verantwortungsbereich des jeweiligen Rechteinhabers. Der Kunde versichert, über die für die vereinbarte Verwendung erforderlichen Rechte zu verfügen.

(8) Der Anbieter verwendet Fotografien, KI-Ergebnisse und Aufnahmen erkennbarer Teilnehmer nicht allein aufgrund dieser AGB für eigene Werbezwecke.

§ 9 Datenschutz und Verantwortlichkeiten

(1) Die Verarbeitung personenbezogener Daten erfolgt nach Maßgabe der geltenden Datenschutzvorschriften.

(2) Je nach Leistung können Kontakt- und Vertragsdaten, Fotografien, KI-generierte Bilder, technische Nutzungsdaten sowie freiwillig angegebene Kontaktdaten verarbeitet werden.

(3) Für die Bildverarbeitung, KI-Generierung und digitale Bereitstellung können externe Dienstleister eingesetzt werden.

(4) Soweit der Kunde über die Zwecke und wesentlichen Mittel der Datenverarbeitung entscheidet und der Anbieter personenbezogene Daten ausschließlich nach dessen Weisungen verarbeitet, handelt der Anbieter als Auftragsverarbeiter. In diesen Fällen schließen die Vertragsparteien einen Auftragsverarbeitungsvertrag gemäß Art. 28 DSGVO ab, soweit gesetzlich erforderlich.

(5) Soweit der Anbieter selbst über Zwecke und wesentliche Mittel der Verarbeitung entscheidet, ist er für die betreffende Verarbeitung eigenständig datenschutzrechtlich verantwortlich.

(6) Soweit Kunde und Anbieter gemeinsam über Zwecke und wesentliche Mittel einer Verarbeitung entscheiden, treffen sie die gesetzlich erforderlichen Vereinbarungen über ihre gemeinsame Verantwortlichkeit.

(7) Jede Vertragspartei erfüllt die Datenschutzpflichten, die ihr nach der tatsächlichen Rollenverteilung und den gesetzlichen Bestimmungen obliegen.

(8) Eine Verarbeitung von Teilnehmerdaten für Marketingmaßnahmen erfolgt nur auf einer hierfür geeigneten Rechtsgrundlage. Soweit eine gesonderte Einwilligung erforderlich ist, wird diese unabhängig von der Zustimmung zur Foto- oder KI-Bildverarbeitung eingeholt.

(9) Weiterführende Informationen ergeben sich aus den jeweils einschlägigen Datenschutzinformationen.

§ 10 Technische Störungen und Verfügbarkeit

(1) Der Anbieter erbringt seine Leistungen mit der vereinbarten Ausstattung und der im Geschäftsverkehr üblichen Sorgfalt.

(2) Bei technischen Störungen bemüht sich der Anbieter um eine zeitnahe Wiederherstellung der Funktionsfähigkeit.

(3) Soweit möglich, können geeignete Ersatzfunktionen bereitgestellt werden.

(4) Externe KI-Systeme und Internetverbindungen können vorübergehend nicht verfügbar sein. Dies lässt die gesetzlichen Ansprüche des Kunden unberührt.

(5) Eine bestimmte Bearbeitungsdauer einzelner KI-Generierungen ist nur geschuldet, wenn diese ausdrücklich vereinbart wurde.

§ 11 Verwendung KI-generierter Inhalte

(1) Der Kunde verwendet die bereitgestellten KI-Funktionen und Ergebnisse im Einklang mit geltendem Recht.

(2) Unzulässig sind insbesondere rechtswidrige, persönlichkeitsrechtsverletzende, diskriminierende oder täuschende Verwendungen, soweit diese gesetzlich verboten sind oder Rechte Dritter verletzen.

(3) Der Kunde ist für die Rechtmäßigkeit der von ihm bereitgestellten Inhalte, Vorlagen und Nutzungsvorgaben verantwortlich, soweit diese aus seinem Verantwortungsbereich stammen.

(4) Gesetzliche Transparenz- und Kennzeichnungspflichten für KI-generierte oder manipulierte Inhalte sind von den jeweils verpflichteten Beteiligten einzuhalten.

§ 12 Sorgfaltspflichten und Beschädigungen

(1) Der Kunde behandelt die überlassenen Geräte pfleglich und trifft angemessene Maßnahmen zum Schutz vor Beschädigung, Diebstahl und unbefugten Veränderungen.

(2) Für Schäden, die der Kunde zu vertreten hat, gelten die gesetzlichen Bestimmungen.

(3) Im Schadensfall ist der Anbieter unverzüglich zu informieren.

(4) Eine verschuldensunabhängige Haftung des Kunden für sämtliche Schäden durch Veranstaltungsteilnehmer wird nicht vereinbart.

§ 13 Haftung des Anbieters

(1) Der Anbieter haftet unbeschränkt bei Vorsatz und grober Fahrlässigkeit sowie bei schuldhafter Verletzung von Leben, Körper oder Gesundheit.

(2) Bei einfach fahrlässiger Verletzung wesentlicher Vertragspflichten haftet der Anbieter auf den vertragstypischen, vorhersehbaren Schaden.

(3) Wesentliche Vertragspflichten sind solche, deren Erfüllung die ordnungsgemäße Durchführung des Vertrages erst ermöglicht und auf deren Einhaltung der Kunde regelmäßig vertrauen darf.

(4) Im Übrigen ist die Haftung für einfache Fahrlässigkeit ausgeschlossen, soweit gesetzlich zulässig.

(5) Gesetzliche Ansprüche, insbesondere nach dem Produkthaftungsgesetz sowie aufgrund ausdrücklich übernommener Garantien, bleiben unberührt.

§ 14 Schlussbestimmungen

(1) Es gilt deutsches Recht. Zwingende Verbraucherschutzvorschriften des gewöhnlichen Aufenthaltsstaates eines Verbrauchers bleiben unberührt, soweit sie anwendbar sind.

(2) Ist der Kunde Kaufmann, eine juristische Person des öffentlichen Rechts oder ein öffentlich-rechtliches Sondervermögen, ist Hannover Gerichtsstand, soweit gesetzlich zulässig.

(3) Individuelle Vereinbarungen haben Vorrang vor diesen AGB.

(4) Sollten einzelne Bestimmungen unwirksam sein oder werden, gelten an ihrer Stelle die gesetzlichen Vorschriften. Die Wirksamkeit der übrigen Bestimmungen bleibt unberührt.